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Johann Gottfried Seume Alternativer Jakobsweg –
Wandern mit Seume

Alle reden vom Jakobsweg, dabei gibt es Wanderstrecken, die noch viel länger und mindestens genauso interessant sind, wie die von Hans-Peter Kerkeling aktuell zurückgelegte. Zwischen Dezember 1801 und August 1802 marschierte der Schriftsteller Johann Gottfried Seume (1763-1810) vom sächsischen Grimma über Prag, Wien, Lubljana, Venedig, Rom und Neapel zur Südspitze Siziliens und anschließend über Paris wieder zurück nach Sachsen.
Seine Eindrücke verewigte er in dem Buch "Spaziergang nach Syrakus im Jahre 1802",
das bis heute zu den interessantesten Reise-
beschreibungen aus deutscher Feder zählt.

Neben eindrucksvollen Schilderungen von Landschaften und historischen Orten besteht die zeitlose Qualität dieses Buches in der scharfsinnigen, ironischen und bisweilen respektlosen Beschreibung gesellschaftlicher Zustände und vor allem der Menschen, denen Seume auf der mehrere tausend Kilometer langen Reise zu Fuß begegnet. In seiner Heimat Sachsen ist Seume heute nur noch Wenigen bekannt. Immerhin gibt es in der Stadt Chemnitz eine Straße, die seinen Namen trägt, die in Länge und Lage dem großen Wanderer aber leider kaum gerecht werden kann.

Johann Gottfried Seume: Spaziergang nach Syrakus im Jahre 1802 gibt es als Taschenbuch bei Insel (Nr. 2780) oder bei DTV.

Das sächsische Altmühltal
Die Chemnitzer Umgebung hat mehr zu bieten, als nur das Erzgebirge. Zu den Sehens-
würdigkeiten, die bisher Geheimtipp geblieben sind, gehört das nördlich der Stadt verlaufende Tal der Zwickauer Mulde. Landschaftlich reizvolle, teils unter Naturschutz stehende Abschnitte mit reicher Tier- und Pflanzenwelt wechseln ab mit historisch interessanten Orten und Angeboten moderner Freizeitgestaltung.
Rochlitz
So finden sich allein im Bereich zwischen den Städten Glauchau und Colditz sieben imposante Burg- und Schloßanlagen, vier englische Landschaftsparks, ein Benediktinerkloster, mehrere bedeutende Kirchenbauten sowie geschlossene historische Stadtensemble, wie zum Beispiel Rochlitz, die "Stadt des roten Porphyrs". Lenkt man den Blick noch etwas weiter aus dem unmittelbaren Talbereich heraus, kommen weitere Sehenswürdigkeiten hinzu, wie die Burg Gnandstein oder die Töpferstadt Kohren-Sahlis. Ebenso lässt sich die Ent-
deckungsreise flussauf- und flussabwärts nahezu endlos fortsetzen. Eine landkreisübergreifende, die ganze Vielfalt dieser Flusslandschaft berück-
sichtigende Entwicklung in Richtung sanfter Tourismus steht bis heute jedoch aus.
Publikation über die Chemnitzer Concertina aus den USA Publikation über die Chemnitzer Concertina aus den USA
Wenige Produkte dürften in den USA so direkt mit dem Namen von Chemnitz verbunden sein, wie die kleine Ziehharmonika, die man dort
"The Chemnitzer Concertina" nennt. Über dieses Musikinstrument, das in seiner Heimatstadt nur noch einige wenige als "Bandonion" kennen, sonst aber nahezu vergessen ist, erschien zu Jahresbeginn 2006 nun endlich ein Buch. Auf fast 300 durchgängig illustrierten Seiten spürt ein amerikanischer Historiker der 150-jährigen Geschichte der "Chemnitzer" in Nordamerika nach: Prof. Dr. LaVern Rippley ist Professor für deutsch-amerikanische Studien am St. Olaf- College in Northfield, Minnesota, und arbeitet besonders zur Thematik der Auswanderung und zur Geschichte und Gegenwart europäischer Kultur in den USA.

An der Erarbeitung des Buches wirkte das Schloßbergmuseum, das 2001 die Ausstellung "Sehnsucht aus dem Blasebalg. Concertina & Bandoneon" zeigte, aktiv mit. (Eine Dokumentation der Ausstellung finden Sie direkt unter www.chemnitz-concertina.de).

The Chemnitzer Concertina - A History and an Accolade; St. Olaf College Press; 2006; 294 Seiten; zahlreiche, teils farbige Abbildungen; 39,95 Dollar
In Chemnitz kann das Buch über das Schloßbergmuseum (Herr Ehmke, schlossbergmuseum@stadt-chemnitz.de , Tel. +49 (0) 371 - 488 45 01) bezogen werden.

Die große Stille
Alternatives Filmerlebnis von 160 Minuten Länge.
Der Regisseur Philip Gröning wartete 19 Jahre bis er die Erlaubnis erhielt, in der "Grande Chartreuse", dem Mutterkloster des Karthäuser- Ordens in den französischen Alpen zu filmen. Ein Jahr lebte er unter den Mönchen und begleitete sie mit der Kamera. Der Film verzichtet auf gesprochenen Kommentar, Filmmusik und technische Hilfsmittel. Die Kamera zeigt nur das, was zu sehen (und zu hören) ist, in langen Einstellungen ohne rasante Schnitte, häufig im Halbdunkel und in sparsamer Farbigkeit: "Erst in der Stille beginnt man zu hören. Erst wenn die Sprache verstummt, beginnt man zu sehen." heißt es im offiziellen Informationsmaterial. Eine besondere Leistung des Films besteht darin, dass er auf spezifische Weise deutlich macht, was menschliche "Kultur" bedeutet:
Die große Stille
© Philip Gröning
Im Gegensatz zu heute weit verbreiteten Ansichten, kann man Klöster nämlich keineswegs nur als Horte der Rückständigkeit und finsterer Machenschaften betrachten, vielmehr waren sie Keimzellen der modernen Zivilisation, auch der europäischen. Insofern ist der Film auch eine besondere Empfehlung für Diejenigen, die meinen, tiefe Religiosität sei nur in weit entfernten Ländern und Kulturen zu finden.
Das mehrfach preisgekrönte Werk ist als DVD erhältlich und befindet sich auch im Bestand der Stadtbibliothek Chemnitz. Zur offiziellen Webseite des Films gelangen Sie hier.
Staatsmännin 1998 © N. Maskus Wie war die Wende wirklich?
Wenn spätere Generationen nach den Ereignissen der deutschen Wiedervereinigung und der 1990er Jahre fragen, werden sie hoffentlich auch auf Veröffentlichungen des mehrfach ausgezeichneten Journalisten und Schriftstellers Alexander Osang stoßen. Osang (geboren 1962) arbeitete journalistisch für die Berliner Zeitung und den "Spiegel", viele seiner Reportagen und Porträts erschienen später auch in Buchform. Die in diesen Büchern zusammen-
gefassten Texte vereinen Beobachtungen von Menschen ganz verschiedener Milieus – von Prominenten und Normalbürgern, von Auf- und Absteigern – und erzeugen so ein facetten- und aufschlussreiches Panorama der Jahre nach 1989. Das die Texte inzwischen schon einige Jahre alt sind, fällt nicht weiter ins Gewicht – gerade der zeitliche Abstand macht sie erst richtig interessant und bietet so manchen Aha-Effekt im Bezug auf die Gegenwart.
Viele Bücher Alexander Osangs befinden sich im Bestand der Stadtbibliothek Chemnitz und können dort ausgeliehen werden.

Als kleine Auswahl empfehlen wir:
· Hannelore auf Kaffeefahrt Fischer Taschenbuch-Verl., Frankfurt/M., 1998
· Ankunft in der neuen Mitte. Reportagen und Porträts Links Verlag, Berlin, 2000
· Neunundachzig. Helden-Geschichten Links Verlag, Berlin, 2002

Lindenaus phantastischer Musen-Tempel
In der ostthüringischen Stadt Altenburg befindet sich ein Museum, dass, wie heute nur noch wenige Häuser seiner Art, den Geist des 19. Jahrhunderts atmet, ohne jedoch altmodisch zu wirken. Bernhard von Lindenau (1779-1854) war Gelehrter, Staatsmann und Freund der schönen Künste; beträchtliche Teile seines Vermögens gab er für das sammeln von Werken "klassischer" Kunst aus.
Lindenaus phantastischer Musen-Tempel
An seinem Lebensende vermachte er die Kunstschätze seiner Heimatstadt Altenburg. Spätere Museumsleiter bauten die Sammlungen zielgerichtet - auch mit Werken zeitgenössischer Kunst- weiter aus. So schlägt das Museum heute auf faszinierende Weise Brücken über mehr als 2000 Jahre Kunstgeschichte. Teile der Sammlungen besitzen Bedeutung weit über Deutschland hinaus, insbesondere eine Kollektion von Tafelmalerei der italienischen Früh-Renaissance, die als bedeutendste derartige Sammlung nördlich der Alpen gilt. Im Gegensatz zu den großen Museen der Welt, in denen sich der Besucher nicht selten zwischen hunderten Kunstwerken und tausenden Mit-Touristen verliert, besteht der Charme des Lindenau-Museums Altenburg in seiner Überschaubarkeit. Der Begriff "Muse" bekommt hier wieder die Bedeutung, die er ursprünglich einmal hatte.
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Erdbeeren Aufklärung im 21. Jahrhundert
Der kanadische Autor John R. Saul schrieb das Handbuch "Von Erdbeeren, Wirtschaftsgipfeln und anderen Zumutungen des 21. Jahrhunderts" bereits in den 1990er Jahren; gegen Ende des ersten Jahrzehnts des neuen Jahrhunderts hat es nichts von seiner Aktualität verloren. Im Stil von Enzyklopädien des 18. Jahrhunderts packt der Autor den globalisierten Zeitgeist satirisch am Schopf und führt augenzwinkernd durch die Untiefen der neuen Zeit. Unter "W" wie "Welt-
klasse" ist beispielsweise zu lesen: "Ein von provinziellen Städten, zweitrangigen Unter-
haltungs- und Sportereignissen, aber auch von unsicheren Menschen gern herangezogener Qualitätsbegriff. Indem sie damit beweisen wollen, sie seien nicht zweitrangig oder provinziell, sind sie es erst recht."

John R. Saul: Von Erdbeeren, Wirtschaftsgipfeln und anderen Zumutungen des 21. Jahrhunderts; Campus Verlag, Frankfurt/Main, 2000
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